Was ist ein Restaurant Bestellsystem und warum brauchen Sie eines?
Ein Restaurant Bestellsystem ist eine digitale Lösung, die es Ihren Gästen ermöglicht, online Speisen und Getränke zu bestellen – direkt über Ihre eigene Website oder App. Im Jahr 2026 ist ein professionelles Bestellsystem keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit für jedes Restaurant, das wettbewerbsfähig bleiben will.
In diesem kompletten Guide erfahren Sie alles, was Sie als Gastronom über Bestellsysteme wissen müssen: von den wichtigsten Features über Kosten bis hin zu den Auswahl-Kriterien.
Warum ein eigenes Restaurant Bestellsystem unverzichtbar ist
Der Online-Food-Markt explodiert
Die Zahlen sprechen für sich:
- 28% der Deutschen bestellen mindestens einmal pro Woche online Essen
- Der Online-Food-Delivery-Markt in Deutschland wächst jährlich um 12-15%
- 73% der Millennials bevorzugen Online-Bestellung gegenüber Telefonbestellung
- Die durchschnittliche Bestellhöhe bei Online-Bestellungen ist 20% höher als bei Telefonbestellungen
Restaurants ohne digitales Bestellsystem verpassen einen wachsenden Markt und verlieren Kunden an die Konkurrenz.
Die Nachteile von Drittanbieter-Plattformen
Viele Restaurants setzen auf Lieferando, Uber Eats oder Wolt. Doch diese Plattformen haben erhebliche Nachteile:
- Hohe Provisionen (13-30% pro Bestellung)
- Kein Zugang zu Kundendaten
- Abhängigkeit vom Plattform-Algorithmus
- Eingeschränkte Branding-Möglichkeiten
- Konkurrenz direkt neben Ihrem Eintrag
Die wichtigsten Features eines modernen Restaurant Bestellsystems
1. Benutzerfreundliche Speisekarte
Das Herzstück jedes Bestellsystems ist die digitale Speisekarte. Sie sollte:
- Übersichtlich kategorisiert sein
- Hochwertige Bilder der Gerichte zeigen
- Allergene und Zusatzstoffe kennzeichnen
- Extras und Varianten ermöglichen (Größen, Toppings, etc.)
- Einfach aktualisierbar sein (Tagesgericht, Ausverkauft-Status)
2. Flexible Bestell-Optionen
Ein gutes Restaurant Bestellsystem unterstützt verschiedene Bestellwege:
- Lieferung: Klassische Heimlieferung mit Adresseingabe und Lieferzonen
- Abholung: Click & Collect – Kunden bestellen vor und holen ab
- Vor-Ort-Bestellung: QR-Code am Tisch scannen und direkt bestellen
- Vorbestellung: Für einen bestimmten Zeitpunkt bestellen
3. Sichere Zahlungsabwicklung
Ihr Bestellsystem sollte alle gängigen Zahlungsmethoden unterstützen:
- PayPal
- Kreditkarte (Visa, Mastercard)
- Apple Pay / Google Pay
- Barzahlung bei Lieferung/Abholung
- Giropay / Sofortüberweisung
4. Echtzeit-Bestellmanagement
Das Backend ist genauso wichtig wie das Frontend:
- Sofortige Benachrichtigung bei neuen Bestellungen
- Übersichtliches Dashboard
- Bestellstatus-Updates für Kunden
- Küchen-Display oder Bondrucker-Integration
- Bestellhistorie und Statistiken
5. Marketing- und Kundenbindungs-Tools
Die besten Bestellsysteme bieten integrierte Marketing-Features:
- Rabattcodes und Gutscheine
- Treueprogramme (Stempelkarten digital)
- Push-Benachrichtigungen
- E-Mail-Marketing-Integration
- Social-Media-Anbindung
6. SEO und Online-Sichtbarkeit
Ein eigenes Bestellsystem verbessert Ihre Auffindbarkeit bei Google. Im Gegensatz zu Plattformen, wo Sie einer von Tausenden sind, rankt Ihre eigene Website für lokale Suchanfragen wie „Pizza bestellen [Ihre Stadt]“.
Kosten-Vergleich: Bestellsystem vs. Lieferando
Lieferando-Kosten (monatlich bei 10.000€ Umsatz)
- Provision (15%): 1.500€
- Aktivierungsgebühr: einmalig 999€
- Marketing auf der Plattform: ca. 200-500€
- Monatliche Kosten: ~1.500-2.000€
Eigenes Bestellsystem (z.B. EasyOrder)
- Monatliche Lizenz: 99-199€
- Provision: 0€
- Eigenes Marketing: nach Budget
- Monatliche Kosten: 99-199€
Ersparnis pro Jahr: 15.600€ – 21.600€
Die richtige Lösung wählen: Worauf Sie achten müssen
Kriterium 1: Benutzerfreundlichkeit
Sowohl für Ihre Kunden als auch für Ihr Team muss das System intuitiv bedienbar sein. Testen Sie die Demo, bevor Sie sich entscheiden.
Kriterium 2: Anpassbarkeit
Ihr Bestellsystem sollte zu Ihrer Marke passen. Farben, Logo, Schriftarten – alles sollte anpassbar sein.
Kriterium 3: Support und Zuverlässigkeit
Wenn das System ausfällt, verlieren Sie Umsatz. Achten Sie auf:
- Garantierte Verfügbarkeit (SLA)
- Schnellen Support (deutsch, erreichbar)
- Regelmäßige Updates
Kriterium 4: Skalierbarkeit
Das System sollte mit Ihrem Geschäft wachsen können – von einem Standort bis zu mehreren Filialen.
Kriterium 5: Integrationen
Prüfen Sie, ob das System sich mit Ihren bestehenden Tools verbinden lässt:
- Kassensystem (POS)
- Buchhaltungssoftware
- Warenwirtschaft
- Lieferdienst-Software
Schritt-für-Schritt: Ihr Bestellsystem einrichten
Schritt 1: Speisekarte digitalisieren
Fotografieren Sie Ihre Gerichte professionell und erstellen Sie eine strukturierte Speisekarte mit Kategorien, Beschreibungen und Preisen.
Schritt 2: Zahlungsmethoden einrichten
Verbinden Sie Ihre Zahlungsanbieter. Je mehr Optionen Sie anbieten, desto weniger Kaufabbrüche gibt es.
Schritt 3: Lieferzonen definieren
Legen Sie fest, in welchem Umkreis Sie liefern, und definieren Sie Mindestbestellwerte und Liefergebühren.
Schritt 4: Team schulen
Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter mit dem neuen System umgehen können.
Schritt 5: Marketing starten
Informieren Sie Ihre Kunden: Flyer im Restaurant, Social-Media-Posts, Google My Business aktualisieren.
Erfolgsgeschichten: Restaurants, die gewechselt haben
Zahlreiche Restaurants berichten von positiven Erfahrungen nach dem Wechsel zu einem eigenen Bestellsystem:
- 30% höhere Margen durch wegfallende Provisionen
- Mehr Stammkunden durch direkten Kontakt und Treueprogramme
- Bessere Google-Sichtbarkeit durch eigene Website
- Höhere Bestellfrequenz durch Push-Benachrichtigungen
Fazit: Investieren Sie in Ihre digitale Zukunft
Ein eigenes Restaurant Bestellsystem ist die wichtigste digitale Investition, die Sie als Gastronom 2026 tätigen können. Es spart Provisionen, stärkt Ihre Marke und gibt Ihnen die Kontrolle über Ihre Kundenbeziehungen.
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