Lieferando Alternative: Warum Restaurants ihr eigenes Bestellsystem brauchen
Letzte Aktualisierung: 2026-06-13
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Einleitung
Lieferando, Uber Eats, Wolt — die großen Bestellplattformen versprachen Restaurants einst das Blaue vom Himmel: mehr Reichweite, mehr Umsatz, weniger Aufwand. Doch in unserer täglichen Praxis mit Gastronomen aus ganz Deutschland erleben wir ein anderes Bild. Provisionen von bis zu 30 Prozent pro Bestellung, kein Zugang zu den eigenen Kundendaten und eine völlige Abhängigkeit von den Algorithmen und Preispolitiken der Plattformen. Immer mehr Restaurantbetreiber suchen deshalb aktiv nach einer echten Lieferando Alternative — und finden sie in einem eigenen Online-Bestellsystem. Was das konkret bedeutet, welche Vorteile es bringt und wie der Einstieg gelingt, erklärt dieser Artikel.
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Warum viele Restaurants nach einer Lieferando Alternative suchen
Die Unzufriedenheit mit den großen Lieferplattformen ist kein Einzelfall. Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) aus dem Jahr 2024 gaben über 60 Prozent der befragten Gastronomen an, die Provisionen der Plattformen als „existenzbedrohend“ oder „kaum noch tragbar“ zu empfinden.
Das Kernproblem liegt in der Margenstruktur der Gastronomie: Restaurants arbeiten ohnehin mit Gewinnmargen von durchschnittlich 3 bis 9 Prozent. Wenn eine Plattform dann 15 bis 30 Prozent des Bestellwerts als Provision einbehält, bleibt schlicht kein profitables Geschäft übrig. Ein Pizzabetrieb mit einem Durchschnittsbestellwert von 25 Euro zahlt bei 25 Prozent Provision 6,25 Euro pro Bestellung — und das, bevor Verpackung, Lieferung oder Rohstoffkosten berücksichtigt sind.
Plattformen diktieren die Spielregeln
Besonders belastend empfinden viele Betreiber die mangelnde Kontrolle. Preisgestaltung, Darstellung des Menüs, Reaktionszeiten, Bewertungsmodalitäten — alles wird durch die Plattform definiert. Wer nicht spurt, rutscht im Algorithmus nach unten. Aus unserer Erfahrung berichten Kunden regelmäßig, dass sie trotz hervorragender Bewertungen plötzlich weniger Bestellungen erhalten, weil ein Konkurrent für bessere Platzierungen bezahlt hat.
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Die versteckten Kosten der Plattform-Abhängigkeit
Die sichtbare Provision ist nur ein Teil des Problems. Hinzu kommen Kosten, die oft übersehen werden:
Datenverlust: Restaurants erhalten von den Plattformen keine verwertbaren Kundendaten. Weder E-Mail-Adressen noch Bestellhistorien gehören dem Restaurant — sie gehören der Plattform. Das macht gezieltes Marketing, Kundenbindungsprogramme oder einfache Wiederholungskäufe nahezu unmöglich.
Preisbindung: Viele Plattformverträge enthalten sogenannte Meistbegünstigungsklauseln, die es Restaurants verbieten, auf anderen Kanälen günstigere Preise anzubieten. Das Bundeskartellamt hat diese Praktiken zwar mehrfach untersucht, doch die Vertragsrealität bleibt komplex.
Markenverlust: Wenn ein Kunde bei Lieferando bestellt, erinnert er sich an Lieferando — nicht an das Restaurant. Die Markenbeziehung bleibt auf der Plattform. Für den Aufbau einer treuen Stammkundschaft ist das fatal.
Abhängigkeit als strategisches Risiko: Was passiert, wenn die Plattform die Provision erhöht? Wenn sie das Gebiet verlässt? Wenn sie das Ranking-System ändert? Restaurants ohne eigenes Bestellsystem stehen dann mit leeren Händen da. In unserer Praxis haben wir Betriebe erlebt, die 80 Prozent ihres Lieferumsatzes über eine einzige Plattform abwickelten — und nach einer Algorithmusänderung innerhalb von Wochen die Hälfte ihrer Bestellungen verloren.
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Vorteile eines eigenen Online-Bestellsystems
Ein eigenes Bestellsystem ist keine Luxus-Investition großer Restaurantketten mehr. Moderne Gastro-Technologie macht es heute auch für einzelne Betriebe und kleine Ketten zugänglich. Die Vorteile sind substanziell:
Volle Marge: Statt 25 Prozent Provision zahlen Betreiber eine feste monatliche Gebühr — oft zwischen 49 und 199 Euro. Bei einem Monatsvolumen von 5.000 Euro über Lieferplattformen entspricht das einer Provisionsersparnis von 750 bis 1.500 Euro pro Monat. Die Amortisation eines eigenen Systems erfolgt damit häufig innerhalb weniger Wochen.
Eigene Kundendaten: Mit jedem Direktauftrag wächst eine eigene Datenbank. Geburtstag-Gutscheine, Treue-Rabatte, Newsletter mit neuen Speisekarten — all das wird erst möglich, wenn das Restaurant seine Kunden kennt.
Flexibilität bei Preisen und Aktionen: Kein Plattformvertrag schränkt die Preisgestaltung ein. Happy-Hour-Rabatte, Menü-Specials, Kombi-Angebote — das Restaurant entscheidet selbst.
Markenpräsenz: Jede Bestellung auf dem eigenen System stärkt die Marke des Restaurants, nicht die der Plattform. Das Design, die Kommunikation, der Ton — alles bleibt konsistent mit der Identität des Betriebs.
Technische Integration leicht gemacht
Moderne Eigenlösungen lassen sich direkt in bestehende Kassensysteme (POS) integrieren, bieten automatische Quittungen, verwalten Öffnungszeiten und Verfügbarkeiten in Echtzeit und ermöglichen sogar Tischreservierungen parallel zur Lieferfunktion.
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Direkte Kundenbeziehungen als Wettbewerbsvorteil
Der vielleicht unterschätzte Vorteil eines eigenen Bestellsystems liegt im Beziehungsaufbau. Aus unserer Erfahrung wissen wir: Ein Stammkunde, der direkt beim Restaurant bestellt, hat einen Customer Lifetime Value, der drei- bis fünfmal höher ist als der eines Plattformkunden ohne Direktkontakt.
Direktbeziehungen ermöglichen:
- Wiederbestellkampagnen: „Wir vermissen Sie — hier ist ein 10%-Gutschein für Ihre nächste Bestellung“
- Feedback-Schleifen: Direkte Bewertungsanfragen nach der Bestellung, noch vor der öffentlichen Rezension auf Plattformen
- Community-Aufbau: WhatsApp-Gruppen, Newsletter, Social-Media-Verknüpfung — alles gestützt durch echte Kontaktdaten
- Upselling: Extras und Upgrades können gezielt vorgeschlagen werden, ohne dass eine Plattform dazwischenfunkt
Ein Betrieb, der 1.000 direkte Kundenkontakte besitzt und diese einmal pro Quartal mit einem attraktiven Angebot anspricht, erzeugt wiederkehrenden Umsatz ohne einen einzigen Euro an Provision zu zahlen.
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Warum eine eigene Restaurant-App sinnvoll sein kann
Eine dedizierte Smartphone-App geht noch einen Schritt weiter als eine mobile Website. Apps erlauben Push-Benachrichtigungen — direktes Marketing ohne Werbekosten. „Heute Abend: frische Pasta-Specials ab 17 Uhr“ landet direkt auf dem Sperrbildschirm treuer Kunden.
Für Restaurants mit einem Stammkundenanteil von über 40 Prozent lohnt sich eine eigene App erfahrungsgemäß ab etwa 30 bis 50 Bestellungen pro Tag. Darunter ist eine optimierte mobile Website oft die kosteneffizientere Wahl.
Moderne App-Lösungen bieten außerdem:
- Loyalitätsprogramme mit digitalen Stempelkarten
- Tischbestellung direkt aus dem Restaurant via QR-Code
- Mehrsprachigkeit für internationale Kundschaft
- DSGVO-konforme Datenspeicherung in der EU
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Wie EasyOrder Restaurants den Einstieg erleichtert
Genau hier setzt EasyOrder an. Als spezialisierte Lösung für die Gastronomie verbindet EasyOrder das eigene Online-Bestellsystem mit einer nativen Android-App, einem integrierten Kassensystem-Interface und einem vollständigen Restaurant-Dashboard — alles ohne Provisionen pro Bestellung.
In unserer Praxis mit Pilotkunden wie La Stazione haben wir beobachtet, wie ein Betrieb innerhalb von drei Monaten nach Einführung des eigenen Bestellsystems seinen Direktbestellanteil von 12 auf 38 Prozent steigerte. Die Plattformkosten sanken dabei um über 1.200 Euro monatlich.
EasyOrder übernimmt dabei:
- Setup und Onboarding — Speisekarte digitalisieren, Zahlungsmethoden einrichten, Öffnungszeiten konfigurieren
- POS-Integration — direkte Verbindung zu gängigen Kassensystemen
- Laufende Betreuung — technischer Support, Updates, neue Features
- Marketing-Unterstützung — QR-Code-Materialien, Hinweisschilder, digitale Kampagnen
Das Ziel: Restaurants wieder die Kontrolle über ihr eigenes Geschäft zurückgeben.
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FAQ: Häufige Fragen zur Lieferando Alternative
Kann ich Lieferando und ein eigenes System parallel betreiben? Ja, und das empfehlen wir in der Anfangsphase sogar. Nutzen Sie die Plattformen weiterhin für Neukundenerreichung, lenken Sie Stammkunden aber aktiv auf das eigene System — zum Beispiel durch Beileger in jeder Lieferung mit einem Erstkunden-Rabattcode.
Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten eines eigenen Bestellsystems? Professionelle Lösungen starten bei etwa 49 Euro monatlich für einfache Web-Bestellung. Umfangreichere Systeme mit App, POS-Integration und Marketing-Funktionen liegen zwischen 99 und 299 Euro pro Monat — ohne versteckte Provisionen.
Brauche ich technisches Know-how für ein eigenes System? Nein. Moderne SaaS-Lösungen wie EasyOrder sind auf Gastronomen ausgelegt, nicht auf IT-Spezialisten. Setup, Speisekartenänderungen und Anpassungen funktionieren per Drag-and-Drop-Oberfläche.
Wie lange dauert die Einrichtung? In unserer Praxis geht ein Basis-System innerhalb von 3 bis 5 Werktagen live. Eine vollständige Integration mit POS und App kann 2 bis 4 Wochen dauern.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich den Anbieter wechsle? Bei seriösen Anbietern gehören alle Kundendaten dem Restaurant. Ein DSGVO-konformer Datenexport ist jederzeit möglich. Prüfen Sie dies im Vertrag explizit, bevor Sie unterschreiben.
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Fazit: Eigenes Bestellsystem als strategische Investition
Die Abhängigkeit von Lieferando und ähnlichen Plattformen ist kein Naturgesetz. Sie ist eine Entscheidung — eine, die jeden Monat mit Provisionen, Datenverlust und Kontrollverzicht bezahlt wird. Eine echte Lieferando Alternative existiert, und sie heißt: direktes Bestellsystem, eigene Kundendaten, eigene Marke.
Die Investition amortisiert sich bei den meisten Betrieben innerhalb weniger Monate. Was bleibt, ist eine unabhängige, skalierbare Infrastruktur, die dem Restaurant gehört — und nicht der Plattform.
Wenn Sie erfahren möchten, ob EasyOrder zu Ihrem Betrieb passt, nehmen Sie jetzt Kontakt auf oder lesen Sie mehr über unsere Gastro-Lösungen.
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Über den Autor
GastroBoom Redaktion, EasyOrder / GastroBoom. Das Autorenteam von GastroBoom begleitet seit Jahren Restaurantbetreiber im deutschsprachigen Raum bei der digitalen Transformation ihres Geschäfts — von der ersten Speisekarte online bis zum vollständigen eigenen Bestellökosystem. Unsere Erfahrungen stammen aus direkter Zusammenarbeit mit über 50 Gastronomiebetrieben unterschiedlichster Größe und Konzepte.
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Quellen
- DEHOGA Bundesverband: Digitalisierung in der Gastronomie 2024
- Bundeskartellamt: Meistbegünstigungsklauseln auf Online-Plattformen
- Statista: Marktanteile Online-Lieferdienste Deutschland 2025
Häufige Fragen
Warum sind Provisionen bei Lieferando & Co. für Restaurants so problematisch?
Restaurants arbeiten typischerweise mit Gewinnmargen von nur 3 bis 9 Prozent. Provisionen von 15 bis 30 Prozent pro Bestellung fressen diese Marge vollständig auf — bei einem Bestellwert von 25 Euro gehen bis zu 6,25 Euro allein an die Plattform, noch bevor Verpackung oder Lieferkosten anfallen.
Welche Kontrolle verlieren Gastronomen durch die großen Bestellplattformen?
Preisgestaltung, Menüdarstellung, Bewertungsmodalitäten und Reaktionszeiten werden vollständig von der Plattform diktiert. Wer sich nicht anpasst, wird im Algorithmus schlechter platziert und verliert Sichtbarkeit gegenüber der Konkurrenz.
Was ist der größte versteckte Nachteil der Plattformen neben den Provisionen?
Restaurants erhalten keinen Zugang zu ihren eigenen Kundendaten. Das bedeutet: Wer über Lieferando bestellt, bleibt ein Kunde der Plattform — nicht des Restaurants. Eigenes Marketing, Stammkundenpflege oder direkte Kommunikation sind damit kaum möglich.
Was spricht konkret für ein eigenes Online-Bestellsystem als Lieferando-Alternative?
Ein eigenes Bestellsystem eliminiert Provisionen, gibt dem Restaurant vollständige Kontrolle über Preise, Design und Kundendaten zurück. Laut DEHOGA-Umfrage 2024 empfinden über 60 Prozent der Gastronomen die Plattformgebühren als kaum noch tragbar — ein eigenes System ist für viele der einzige Weg zu einem profitablen Liefergeschäft.
